Waldbrandübung 2006

Die Zusammenarbeit klappte super

   Mehr als 60 Kameraden von sieben Feuerwehren bei  
  
Waldbrandübung nahe Karow

   Karow • Eine große Waldbrandübung nahe Karow am
  
Donnerstagabend sollte Aufschluss über die Zusammenarbeit  
   mehrerer Wehren und Leitstellen über Landkreisgrenzen
   hinweg bringen. Fazit: nach rund drei Stunden: Vor allem  
   die Kommunikation klappte deutlich besser als in den    
   Vorjahren.


   Das Übungsgebiet im Forstamt Sandhof
   - das private Revier Gut Karow-Hahnenhorst -
   liegt direkt an der Landkreisgrenze zu Güstrow.
   „Ein eventueller Waldbrand würde sich nicht an
   diese Grenzen halten, und so führen wir jährlich
   eine derart große gemeinsame Übung in unterschiedlichen 
   Revieren durch", so Übungsleiter
   Ulf Maaß, der Wehrführer in Goldberg ist.
   Dennoch hat jede Übung neue Aspekte und wird nicht
   zur Routine. Diesmal geht es um die Zusammenarbeit
   zweier Leitstellen und das Zusammenwirken aller
   Wehren und Kameraden. Bekanntlich ist seit Januar
   die Leitstelle in Parchim geschlossen und zur
   Integrierten Leitstelle Westmecklenburg nach
   Schwerin verlegt
worden. Kurz nach 17 Uhr begann
   das vorbereitete Szenario: Ein Rückelader der
   Forst ist in Brand geraten und das Feuer hat
   bereits auf den angrenzenden Hochwald übergegriffen.
   Um 17.20 Uhr wird der Alarm für insgesamt sieben Wehren
   - zwei im Landkreis Güstrow und fünf im Landkreis
   Parchim (Karow, Wendisch-Waren, Neu Poserin,
   Goldberg) - ausgelöst.


   Kommunikation ist konkreter nicht möglich.


   In der Meldung der Leitstelle Güstrow an die
   Feuerwehren Krakow am See und Charlottenhof wird
   der Hinweis gegeben, dass der Einsatzort etwa zwei
   Kilometer vor Karow liege und damit der Landkreis
   Parchim bzw. die Leitstelle Schwerin zuständig ist.
   Zusätzlich wird auf den unterschiedlichen Funkkanal
   hingewiesen. Auch der Alarm der Schweriner
   Leitstelle per Computerstimme erfolgt zeitgleich
   und wird ergänzt durch die mündlichen Hinweise.
   „Konkreter hätte es nicht laufen können, eine sehr
   gute Kommunikation", loben die beiden Übungsleiter
   Ulf Maaß aus Goldberg und Ralf Ode-brecht von der
   Krakower Wehr.

   Bereits um 17.38 Uhr sind die Karower Feuerwehrleute
   vor
Ort, werden von der Forst eingewiesen und
   Wehrführer Helmut Welzer übernimmt die
   Einsatzleitung. Umgehend werden die ersten Schläuche
   an das Löschfahrzeug angeschlossen und die
   „Brandbekämpfung" aufgenommen. Ein erster Schreck
   für die Karower Kameraden: Nachdem die Schläuche
   angeschlossen sind, und der Wasserdruck sich
   aufbaut, platzt ein Schlauch und muss nun
   ausgewechselt werden. Auch die Kameraden aus
   Kra
kow finden die sehr tief im Wald liegende
   Einsatzstelle schnell und sind wenige Minuten nach
   den Karowern vor Ort. Dann aber klappt die
   Einweisung an neuralgischen Punkten mitten im Wald
   nicht mehr und alle weiteren Wehren verfahren sich
   und gelangen daher erst relativ spät an den
   Einsatzort. „Hier müssen wir deutlich besser
   zusammenarbeiten", resümiert der Forstamtsleiter
   Frank Zerbe. Alles andere, auch der Aufbau der
   Wasserstrecke, klappte da
gegen bestens. Dabei war
   dies gar nicht so einfach. Zwar führten etliche
   Fahrzeuge Wasser mit, doch waren die Tanks relativ
   schnell leer. „Hier galt es, eine Wasserstrecke
   über knapp zwei Kilometer zum Schwarzen See
   aufzubauen. Außerdem wurde mit anderen Fahrzeugen
   ein Pendelverkehr aufgebaut", erläutert Ulf Maaß.

   Während die angenommenen Flammen per Wasser gelöscht
   werden, sind andere Kameraden mit Fächern und
   Schaufeln ausgerüstet dabei, den Schwelbrand am
   Boden zu bekämpfen. Nach rund drei Stunden ist die
   Übung für die mehr als 60 beteiligten Kameraden
   beendet.

   Dank an die Kameraden für ihren Einsatz


   In der anschließenden Auswertung geben die Übungsleiter 
   weitere wertvolle Hinweise. So sollten
   bei derartigen Einsätzen die Einsatzabschnitte
   vergrößert und zusätzliche Funkbereiche geschaffen
   werden. Sehr gut klappte die fachliche
   Inbetriebnahme von Verstärkerpumpen auf der sehr
   langen Wasserstrecke. Revierförster Christian
   Albrecht dankte abschließend allen für den gezeigten
   Einsatzwillen.


   Artikel aus der Schwerner Volkszeitung vom
   20./21.05.2006

 
        
Für den künstlichen Regenbogen durch das Löschwasser
heaben die Kameraden keinen Bick.
 
Die Goldberger Kameraden bauen
die Wasserstrecke auf.
    

     Fotos und Artikel von Michael-Günther Bölsche

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